Sendung "Grenzenlos"
Mitwirkende: Martina Stancheva, Angel Sinigerski, Ivan Ivanov, Dilyan Palauzov
Nach dem Studium -- zurück nach Bulgarien?
Ein Grund im Ausland zu studieren ist Auslandserfahrungen zu sammeln. Für die
meisten Bulgaren bedeutet das Auslandsstudium auch bessere Perspektiven. Manche
Absolventen kehren nach dem Studium nicht nach Bulgarien, anderen doch! Genau für
diese Gruppe wird es am 22.12 eine Veranstaltung geben, wo die Perspektiven zum Arbeiten
in Bulgarien vorgestellt werden. Das Forum ist für Leute ausgerichtet, die in Ausland
absolviert haben, die Veranstaltern selbst haben auch im Ausland ihr Studium abgeschlossen.
(Mit Mariyana Hamanova)
Suche nach dem Besseren - Öffentliches Verkehr in Sofia
In der heutigen modernen Zeit der Technologien und globaler Entwicklung ist
der praktische Mensch dauernd auf der Suche nach etwas Neuem oder Etwas Besserem.
Diese Gedanken haben wir keine Grenzen gesetzt, aber nur bedingt. Kurz gesagt: das
Optimale, wenn das Bessere gesucht wird, kann oft nicht auf dem erstem Blick erkannt
werden. Als Erstes ist das IST-Zustand zu erfassen und den zu verbessern. Leider
können manche große Visionen nicht gleich verwirklicht werden, aufgrund des herrschenden
Zustandes. Heute sollten wir die Grenzen daran festgelegt werden, wo die Zulässigkeit
solcher Gedanken, Ideen Visionen ist.
Mit Risiko eine Überreaktion zu bewirken, werden wir uns heute genau einer solchen
Suche nach dem Besserem widmen. Erinnern Sie sich an unsere vergangene Sendung, in
dem über das grandiöse Projekt der Kombilösung in Karlsruhe berichtet wurde? Wirklich
großartig! Die Fachleute haben bis an das kleinste Detail gadacht: vom Finanziellen,
über die unterirrdische Ausführung bis zu der Verkehrs-entlastende Bewirkung und
dabei auch die Meinung der Karlsruher-Bürger berücksichtigt. Projektplan wie nach
Lehrbuch gemacht. Mehr Information über das Vorhaben könnten Sie auf der Web-Seite –
www.die-kombiloesung.de – erhalten.
Nun richten wir unseren Blick nach Süd-Osten und untersuchen die Hauptstadt von
Bulgarien – Sofia. Vielleicht sind einige von euch liebe Zuhörer noch nie in Sofia
gewesen, vielleicht haben einige von euch nur davon gehört. Die Durchschnittliche
Durchquerung der Stadt liegt bei 25 km und dort haben mehr als 2 Mio Bürger Ihr
Zuhause. Unglücklicherweise ist die vorhandene Infrastruktur weit entfernt vom
optimalen Stand, alles ist im kritischen Bereich. Staus, Unfälle die Totale Verstopfung
der Hauptverkehrsader in den Berufsverkehrzeiten. Dauer der Durchschnittliche Durchquerung
der Stadt 2 bis 3 Stunden. Durch das ständige Sanieren, stellte sich sogar heraus,
dass eine dauerhafte Verbesserung gar nicht möglich ist, sondern alles neugebaut
werden soll. Genau das, ist unzulässig.
Jedoch momentan baut man die Erweiterung der U-Bahn-Linie, etwas langsam, aber
konstant. Manche Bürger sagen: Die Hauptsache ist man baut weiter. Die U-Bahn sollte
bald die ganze Stadt unterirrdisch durchqueren. Gut bis jetzt!
So eine Situation kann nur zur Weiterentwicklung einzigartigen Besser-Werden-Ideen
führen und zwar in der langen Wartezeit im Staustehen, an der Ampel und sonst dort
wo man sich eben nicht bewegt und enttäuscht, aufgergt auf das Bessere wartet.
Und in dem Fall an eine Seilbahn Linie vom Zentrum der Stadt bis zu dem Stadtteil
Mladost, entlang einer überbelastete Strasse – wichtige Verkehrsstrecke, die den
Verkehr auch für weitere Städte in Innerem des Landes leitet. Ganz anderes Thema
für Diskussion ist es wieviele Kraftfahrzeuge in Sofia angemeldet sind, ich glaube
dass es bald so viele gibt, so dass man sich nicht mehr auf die Strassen bewegen
könnte. Die Lösung fliegen. Und genau darum handelt es sich: wir sollten bis zum
sofioter Kern fliegen!
Autor dieser genialer idee ist Ing. Rumen Markov. Die Bürger kennen ihn leider
nicht, aber seinen Plänen nach, wäre diese Investition nicht so sehr Finanzanspruchsvoll,
weil die Verkehrsmittel ein Hybrid zwischen Stadtbahn und Seilbahn sein sollte. Bewegung
kommt durch Seil-Schienen-Antrieb in der Luft, aufgehängt an festen dicken Balken.
Die Innovation im Öffentlichen Verkehr in Sofia sollte 9000 Bürger pro Stunde
pro Richtung in die Luft transportieren. Stellen Sie sich das vor. Studenten werden
pünktlich zur Vorlesungen erscheinen, Arbeitnehmer rechtzeitig an Ihren Arbeitsplatz.
Und jeder konnte zusätzlich eine Stunde länger schlafen, statt die Zeit im Stau zu
verbringen. Aber bleiben wir dabei und fantasieren weiter.
Wenn Sie glauben es ist unmöglich diese Vorschlag zu übertreffen, hier einige
weitere Lösungsvorschläge
- erstens man sollte sich mit den Nachbarn eine Mitfahrgemeinschaft für die Fahrt
bis zum Arbeitsplatz bilden.
- zweitens die Kraftfahrzeuge mit ungeraden Kennzeichen fahren heute also an Tagen
mit ungeraden Daten durch die Stadt und morgen sind die geraden dran.
- Drittens um die Stadt zu überqueren, sollte man einfach mehr zahlen, was man
sowieso schon macht und das ist nicht alles.
- Viertens kommen wir zum Vorschlag zweite Ebene jeder großen Strasse zu bauen...
Eine ausdrücklich unvorstellbare Baumaßnahme.
Und während ich so schweigend nachdenke, wie unglaublich verrückt nicht nur
die Vorschläge, sondern auch die Situation ist, bleibt mir nur noch die Fantasie zur Seite.
Irgendwann werden wir das Bessere erreichen und erleben. Bis dahin müssten wir
unsere Ideen noch reifen lassen, unter der Bedingung das die realisierbar sind und
nicht nur Freitags Mensa Kaffee-Tisch Charakter haben. Viel Erfolg!